Kurt Winterstein

Aus Kritische Lieder
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Geboren 6.7.1948 als Kurt Winterstein, was mich in die missliche Lage gebracht hat, die gleichen Initialen wie Kurt Waldheim zu haben.

Kurt Winterstein in den 80er Jahren – Creative Commons 4.0

Leben und Werk

Als Kommunistenkind aufgewachsen, war mir bald klar, was die Kommunisten nicht wollten, nämlich die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Auf meine Frage an eine alte Genossin, was die Kommunisten schon wollten, streichelte mir eine alte Genossin zärtlich über den Kopf und meinte, dass das eine dumme Frage sei, was ich noch einmal einsehen werde. Das habe ich bis heute nicht geschafft. Ich habe nicht einmal geschafft, die Kehrtwendung der KPÖ mitzumachen, die zwar unmittelbar nach nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten diesen veruteilt hatte, was mich zum Eintritt in diese Partei bewogen hatte. Aber wie wir wissen hat das nur ein halbes Jahr gehalten, was die KP wiederum bewog mich rauszuschmeißen und zwar nachhaltig. Bis heute wurde ich noch nie eingeladen, am Volksstimmefest aufzutreten.

Nach Absolvierung einer HTL für Chemie und einem Jahr Arbeit als Chemiker, hat mich ein Freund davon überzeugt, dass Studieren viel lustiger sei, als Arbeiten, also habe ich studiert. Zuerst Logistik, dann Mathematik, was letzten Endes als AHS-Lehrer für Mathematik, Physik, Chemie und geometrisches Zeichnen endete. Später kam dann noch Informatik dazu. Zwei Interessenschwerpunkte kristallisierten sich bei mir heraus. Lieder schreiben und Mathematik betreiben. Um Geld damit zu verdienen, muss mensch bei beiden Tätigkeiten Kompromisse eingehen. Ich ging den Kompromiss ein, mich beim Staat zu verdingen, dafür nur Lieder zu schreiben, zu denen ich voll und ganz stehen kann. Mathematiklehrer haben außerdem den Vorteil, dass man ihnen keine politischen Ambitionen im Unterricht unterstellt, was natürlich ein Unsinn ist, mensch denke nur an die blutige Exponentialfunktion.

Ich kann´s nicht lassen: Ein kleines Matherätsel gefällig?

„Da du weißt, weil ich weiß, dass du nicht weißt, weiß ich!“
P: „Ich kenne die beiden Zahlen nicht.“S: „Ich auch.“
S: „Das wusste ich.“
P: „Dann kenn ich beide Zahlen."

P: „Ich kenne die beiden Zahlen nicht.“S: „Das wusste ich.“P: „Dann kenn ich beide Zahlen.“S: „Ich auch.“




gesucht sind zwei natürliche (das sind ganze positive) Zahlen m und n mit 1 < n < m < 100.

P: „Ich kenne die beiden Zahlen nicht.“

S: „Das wusste ich.“

P: „Dann kenn ich beide Zahlen.“

S: „Ich auch.“

Herr P kennt das Produkt der beiden Zahlen.

Frau S kennt die Summe der beiden Zahlen.

Es entwickelt sich nebenstehendes Gespräch:


Wie lauten die beiden Zahlen?


Lösungsvorschläge an kurt.winterstein.gmx.at

Da ich das Schreiben und Vortragen meiner Lieder als einen Beitrag zur politischen Arbeit sehe, so wie das Verfassen und das Austeilen von Flugblättern oder Plakatieren oder Demonstrieren, was, da ja Gadaffi schon tot ist, nicht bezahlt werden kann, erwarte ich mir mit einigen Ausnahmen keine finanzielle Abgeltung. Wie mein großes Vorbild Walter Mossmann betrachte ich meine Lieder als „Flugblattlieder“, die mensch nachsingen, umtexten, wegschmeißen kann. Daher bin ich auch nicht bei der AKM bzw. Litera mechana, die ja dafür sorgen, dass Künstler zu ihren Tantiemen kommen.

Ein paar Höhepunkte meines Schaffens:

  • Das Kronenzeitungslied, das ich im Rahmen einer Veranstaltung der Jungen Generation in Lend (Graz) vorgetragen habe, brachte mir eine Verwaltungsstrafe ein und zwar wegen Verletzung des öffentlichen Anstands. Mein Einspruch wurde abgeschmettert. Nachdem die Strafe bei der Berufung von 400 öS auf 300 ös (incl 30 öS Gebühren) heruntergesetzt worden war, wollte ich es genau wissen und die Sache landete beim Verfassungsgerichtshof, der mich –zwar mit einer unbefriedigenden Erklärung (der Veranstaltung wurde die Öffentlichkeit abgesprochen) aber doch freigesprochen hat.


  • Die erste österrichische Anti-AKW-Platte mit Eva Pilz, Sigi Maron, der Gruppe Radioaktiv, Harald Huscava, Andi Haun, Cilli Miculik, dem Anti-AKW-Theater, der Gruppe Auflauf, der Gruppe Dreschflegel und meiner Wenigkeit bracht immerhin 150 000 öS Reingewinn, da die auftretenden Künstler das gratis gemacht haben. Das Geld wurde den verschiedenen lokalen Anti-AKW-Gruppen für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt.


  • Die Psychiatrieplatte mit Heli Deinböck, Claudia Hainschink, Gerald Jatzek, Sepp Krulis, Reinhard Liebe, Sigi Maron, Fritz Nussböck, meiner Wenigkeit und Patienten vom Steinhof


  • Ein paar Links zu diversen Liedern:


Ode an die Freiheit: https://www.youtube.com/watch?v=vQTCeJ3WGRU

Abschied von Ute Bock: https://www.youtube.com/watch?v=emGsIk9k3NM

Schnauze gegen schwarz blau 2017-12-28: https://www.youtube.com/watch?v=2nC1500WKa8

Das erwähnte Kroinenzeitungslied: https://www.youtube.com/watch?v=zd1l1yAmGIg

Anlässlich der Räumung der Pizzaria Anarchia: https://www.youtube.com/watch?v=E24ZJQfLXu8

Das Schmuselied: https://www.youtube.com/watch?v=GdjKLAdq5Io

im Club 2: Der Hexenhammer von Walter Mossmann: https://www.youtube.com/watch?v=ccsuBj3X9js

Scheißsystem – Flüchtlingsvariante: https://www.youtube.com/watch?v=KL6hwd2X2us

Birgits Empfang mit Erlkönigin: https://www.youtube.com/watch?v=bXHRN_zqaUQ&feature=youtu.be

Klimademountersingung: https://www.youtube.com/watch?v=74LrS-mP76c